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[XBOX360] The Elder Scrolls 4 - Oblivion

Im Rollenspielbereich, vor allem bei den Spielen, die kein "echtes" Rollenspielsystem als Hintergrund haben, gibt es nur wenige Vertreter, die einen so hohen Status bei den Fans haben, wie die Elder Scrolls-Reihe. Der jüngste Spross „Oblivion“ macht gleich beim ersten Blick einen imposanten Eindruck. Eine so schöne Grafik gab es selten in einem Rollenspiel. Hinter der schönen Fassade verstecken sich allerdings auch einige grobe Schnitzer.

Aber mal der Reihe nach.

1993 erschien „The Elder Scrolls - Arena“, welches man heute kostenlos downloaden kann. Schon damals waren die Rollenspieler begeistert. Der Nachfolger „Daggerfall“ aus dem Jahre 1996 zeigte zum ersten Mal die riesige Welt und die Handlungsfreiheit, welche die Reihe bietet, und wurde deshalb mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. „Morrowind“ kam dann im Jahre 2002, erstmals auch für Konsole (XBOX) in den Handel. Unter anderem wurde es zum "Game of the Year" gekrönt, was Bethesda mit einer entsprechenden Edition honorierte, welche die beiden Add-Ons „Bloodmoon“ und „Tribunal“ sowie das Construction Set beinhaltet. „Oblivion“ erschien 2006, für PC und Xbox360. Man beschloss die Welt so frei wie möglich zu gestalten, was dem Spielerlebnis sehr zu Gute kommt.

Zu Beginn des Spiels wählt man seine Rasse aus. Will man einen Menschen spielen, hat man die Auswahl aus verschiedenen Völkern, auch die Elfen sind mit mehreren Völkern vertreten. Orks, die katzenähnlichen Khajiit und die reptilienartigen Argonier runden die Auswahl ab. Jedes Volk hat neben einem individuellen Aussehen, das man sich im Übrigen auch noch selbst anpassen kann, eigene Vor- und Nachteile. So sind die menschlichen Nord sehr resistent gegenüber Frost, während die Argonier unter Wasser atmen können. Auch die Attribute sind von Volk zu Volk verschieden, Orks sind nicht die hellsten, dafür aber stark wie zehn Ochsen, Khajiit sind geschickte Athleten, stecken dafür aber bei der Kraft deutlich zurück. Anzumerken ist, dass die Welt, in der wir spielen, eine komplette Eigenentwicklung ist.

Nachdem wir also unser Volk, unseren Namen und unser Aussehen gewählt haben geht es schon los; anders als bei vielen anderen Spielen des Genres, die erst noch tausend andere Angaben haben wollen. Das passiert hier im Laufe des Spiels, ähnlich wie bei „Morrowind“. Unsere erste Mission ist, aus dem Kerker zu fliehen, in dem wir stecken. Warum wir im Kerker stecken? Man weiß es nicht! - zumindest noch nicht. Glück für uns: Der Kaiser kommt vorbei und nutzt einen geheimen Fluchttunnel in unserer Zelle. Den nehmen wir auch, denn der Kaiser bittet uns sogar persönlich darum, ihn zu begleiten. Da sagen wir nicht nein, und knappe 10 Minuten später ist der Kaiser tot: getötet von einem mysteriösen Angreifer! Aber es gibt einen Erben, dem wir das Amulett der Könige bringen sollen. Kaum sind wir draußen, sehen wir zum ersten Mal die Schönheiten Tamriels: Berge, Seen, Flüsse. Was uns hier geboten wird ist ein graphischer Leckerbissen. Aber wir haben ja einen Auftrag. Oder doch nicht? Denn ab hier dürfen wir selbst entscheiden, was wir machen wollen. Während der Hauptquest eigentlich eher Nebensache ist, gibt es zahlreiche Ruinen, Städte, Festungen, Dörfer und noch mehr zu erkunden. Je nachdem welche Klasse wir gewählt haben, können wir uns auch einer Gilde anschließen, wobei es den Gilden egal ist, man kann auch allen 4 auf einmal beitreten.

Zu dem Zeitpunkt, an dem ich mich das erste Mal um den Hauptquest gekümmert habe, hatte ich bereits über 60 Stunden gespielt. So viel gab es zu entdecken, so viele Nebenmissionen zu meistern. Nach kurzer Eingewöhnung geht die Steuerung flugs von der Hand und man läuft und hüpft durch die Täler und über die Wiesen, als wäre man Nelly aus "Unsere kleine Farm". In der Hauptquest kümmern wir uns um die mysteriösen Angreifer, finden den Erben und schließen ein Oblivion-Tor, ein Portal zur Unterwelt. Doch damit fangen die Probleme eigentlich erst an, denn plötzlich öffnen sich überall welche; außer ein paar festen Toren, die die Städte bedrohen übrigens alle zufällig.

„Elder Scrolls“ wäre kein Rollenspiel, wenn es nicht auch Stufen und Stufenaufstiege gäbe. Auch hier geht Bethesda eigene Wege. Aufsteigen kann man nicht durch das Erledigen von Quests oder das Besiegen von Monstern, sondern indem man seine Fähigkeiten trainiert. Legt man sich dann zur Ruhe, darf man drei Attribute steigern, je nachdem welche Fähigkeiten ihr gesteigert habt. Jeder Fähigkeit ist nämlich ein Attribut zugeordnet. Wenn ich also ein besonderes Augenmerk auf die Fähigkeit „Handelsgeschick“ gelegt habe, darf ich meine Persönlichkeit (Charisma) um bis zu 5 Punkte steigern. So kann man mit viel Training aus einem schwachen Charakter einen Muskelprotz machen. Fähigkeiten steigern kann man auf drei verschiedene Arten: Einen Trainer bezahlen (aber nur 5 mal pro Stufe), Bücher lesen oder immer wieder anwenden. Learning by Doing also.

Was braucht ein Spiel noch, außer einer guten Steuerung, einer durchdachten Story, hübscher Grafik und einem guten Soundtrack? Gerade im Rollenspielbereich sind auch die NPCs (nicht vom Spieler gesteuerten Figuren) wichtig. Und auch die setzen hier Akzente. Als ich meinem Charakter die Alchemie beigebracht habe, reagierten manche Menschen auf der Strasse darauf. Sie erkannten meine Fähigkeiten. Als ich seine Stärke steigerte, wurde er auf seine Muskeln angesprochen. Aber nicht nur eure Fähigkeiten fallen auf, die Reaktionen sind auch abhängig von eurer Beliebtheit. Gildenbrüder verstehen sich untereinander logischerweise besser, als Fremde. Wenn ihr aber partout wollt, dass ein bestimmter Charakter euch mag, was im Laufe eines Quests durchaus von Nutzen sein kann, könnt ihr ihn auch einfach "Überreden". Macht ihm Komplimente, erzählt Witze oder bestecht ihn einfach. Fast wie im richtigen Leben.

„Oblivion“ wäre das perfekte Rollenspiel, wäre bei der deutschen Fassung nicht ein großer Schnitzer passiert. Manche der Texte sind noch in Englisch, andere Texte sind einfach falsch. So kosten Häuser immer mehr, als uns die Textausgabe verrät. Manchmal kommt es auch vor, dass der Mund des Gesprächpartners stumm bleibt, aber der Text voranschreitet.

Fazit:
Bis auf die Übersetzung ist eigentlich alles an diesem Spiel super. Die Atmosphäre ist so dicht wie ich es bis jetzt nur in Pen&Paper Rollenspielen erlebt habe, die Grafik versetzt mich immer wieder in Verzückung, wenn man zum Beispiel einen Sonnenaufgang in den Jerall Bergen oder einen Untergang an der Goldküste gesehen hat, dann weiß man, was man heutzutage alles machen kann. Ein Update über Xbox Live repariert auch ein paar der Fehler im Spiel, leider aber nicht alle. Letzten Endes fallen die Fehler aber nicht so stark ins Gewicht, dass sie die vielen guten Seiten überwiegen.


5.3.07 17:19


Mein Konzept für die WWE

Zuallerst würde ich die WCW wieder ausgraben und ihr Smackdown! geben.

Wöchentliche Shows:
WWE RAW, WCW Thunder, ECW HardcoreTV
General Manager:
RAW: McMahons,Coach
Thunder: Bischoff
ECW: Heyman

Roster: Ganz ehrlich, darüber habe ich mir noch am wenigsten Gedanken gemacht, aber wie die Roster jetzt ungefähr sind, so können sie auch bleiben.

PPVs: 12, davon 3 Cross-Brand und 3 pro Brand
Cross-Brand: Royal Rumble, Wrestlemania, Survivor Series
PPV Reihenfolge:
Januar:Royal Rumble (Cross-Brand)
Febuar:WCW Starrcade (Thunder)
März:WWE No Way Out (RAW)
April:Wrestlemania (Cross-Brand)
Mai:ECW Hardcore Heaven (HardcoreTV)
Juni:WCW Great American Bash (Thunder)
Juli:WWE Summer Slam (RAW)
August:ECW Heat Wave (Hardcore TV)
September:WCW Uncensored (Thunder)
Oktober:WWE No Mercy (RAW)
November:Survivor Series (Cross-Brand)
Dezember:ECW December 2 Dismember (HardcoreTV)

Ich weiß, da sind manche PPVs verrutscht, ich habe mich aber größtenteils daran gehalten, die drei CB PPVs nicht zu tauschen. WM im Mai und Survivor Series im Dezember wäre eine Option, weil man so immer gleiche Abstände ziwschen allen CB und Brand-Only PPVs hätte, wäre nur die Frage, wie die Fans das aufnehmen würden.

Alternativ gibt es auch noch das Konzept, wo man komplett "weg" von den Traditionen geht. Jedes Brand bekommt 4 PPVs im Jahr und Wrestlemania wird die 13 und

ist Cross-Brand, weil es eben Wrestlemania ist.

Änderungen an den Shows:
RAW bleibt wie es ist, Thunder wird weniger Entertainment und mehr Wrestling (also die Pre-Russo Ära der WCW) und die ECW bleibt Hardcore. Wird die ECW auf 2 Stunden erweitert, könnte es noch eine Webshow geben, ähnlich wie Heat, Velocity oder Byte this! Hier steckt man die Dark Matches von den drei Brands rein, dazu eventuell noch ein paar Reportagen oder Zusammenfassungen. Diese Show könnte man natürlich auch im TV bringen, das Web sollte aber auch nicht zu kurz kommen und vor allem: FÜr alte Matches sollte nicht unbedingt noch Geld verlangt werden.

Änderungen bei den Househows:
Houseshows sind nicht nur für den Geldbeutel wichtig, aber diese sollten nicht nach Brand getrennt sein. Wenn ein Mr. Kennedy Fan eine RAW Show in seiner Stadt hat, wird er eventuell hingehen. Wenn aber Kennedy dabei ist, ist die Wahrscheinlichkeit schon mal höher. Also, bei den Houseshows keine Brand-Seperation, viel mehr hier sogar Cross-Brand Matches, die ein zusätzlicher Anreiz sind, hinzugehen, da man sie im TV halt nicht zu sehen bekommen würde.

Titel:
Entweder etabliert man in jedem Brand eine TT Division, oder man reduziert sie auf einen Brand. Da TagTeam Wrestling schon immer weniger Entertainment-lastig war (es sei denn, in Gimmick-Matches oder mit Teams wie Too Cool) wäre diese bei Thunder auch besser aufgehoben. Ansonsten kann man die Titel so lassen, wie sie sind, sobald die ECW 2stündig wird sollte noch der Television Title eingeführt werden.

Gimmickmatches:
Jedes Brand bekommt ihr eigenes Gimmickmatch. RAW bekommt die Elimination Chamber, Thunder die War-Games und HardcoreTV entweder ein neues Match, oder aber eine Abwandlung eines bekannten Matches, die man früher in der ECW öfter gesehen hat. Stairway to Hell z.B., wobei ich dies sehr dürftig gegenüber den beiden anderen finden würde. Eventuell könnte man das Triple Cage Match der WCW für die ECW adaptieren.

So hat man nun erstmal ein Grundgerüst. Es ist sicherlich nicht so einfach durch und umzusetzen, aber es ist machbar. Fühlt euch dazu ermutigt, euch dazu zu äußern.

5.3.07 17:21


Einbruch mal legal?

Gestern mittag schellte es an meiner Tür. Eine ältere Dame aus meinem Haus stand vor mir und bat mich, doch mal bei ihrer Schwester über den Balkon einzusteigen. Mich hat das erstmal ein wenig gewundert, aber hey, dass Türen zufallen, während man ausserhalb der Wohnung ist und mal keinen Schlüssel dabei hat, dass soll es ja durchaus geben.

Für solche Fälle habe ich eigentlich immer einen Schlüssel bei meinem Nachbarn platziert, das hatte diese Dame auch, nur leider waren ihre Nachbarn im Urlaub. Ich habe mir also meine Leiter geschnappt und bin über den Balkon eingestiegen. Dabei habe ich mir meine Hose ein wenig an den Balkonpflanzen versaut und dank meiner Knieverletzung fast einen Tisch zerstört. Aber hey, was soll's, ist ja nicht mein Inventar.

Erwartungsgemäß war die Wohung der Frau ein Sammelsurium von 80 Jahren Zeitgeschichte.Und der Schlüssel steckte von innen in der Wohnungstür. Wie durcheinander kann man denn eigentlich sein ?

Mein Lohn für diese Mühe war, neben dreckiger Hose und nem blauen Fleck, eine stattliche Summe von 30 Euro, die mir super gelegen kamen.

5.3.07 17:22


Die Technik eines kleinen Mannes

An manchen Tagen geht einfach alles schief. Kurz nachdem mein DVD Laufwerk im Laptop wohl endgültig den Dienst quittiert hat (Zumindest funktioniert es jetzt noch seltener als vorher, nur noch ungefähr 1 Mal in 30 Versuchen) fiel sogar die Tastatur aus. Grund dafür war BIER! Ich habe es großzügig über selbige verteilt, und bei der versuchten Reinigung mindestens 20 Mal irgendwen verflucht. Sei es Gott, der Teufel oder meine Mutter.

Ich bin also los zum Saturn, mit geliehenem Geld, weil ich zur Zeit (wie eigentlich immer) blank bin um eine neue Tastatur zu kaufen. Eine richtige Laptop Tastatur hätte mich ein kleines Vermögen gekostet, also musste ich die billige Variante mit einer externen Lösung wählen.

Da mein Laptop aber nicht über einen PS2 Anschluss verfügt, musste USB her. Man, was war ich glücklich, als ich eine Tastatur mit USB für unter 10 Euro gefunden habe. Daheim schloss ich das Teil an und fuhr den Rechner hoch. Eingeben durfte ich aber nichts, da die Laptop Tastatur noch angeschlossen war und sie mittlerweile so verklebt war, dass manche Tasten einfach ständig gedrükt waren und wieder andere sich gar nicht mehr drücken lassen, und das wohlgemerkt, obwohl ich die gesamte Tastatur zerlegt und gesäubert hatte.

Ich entschloss mich also, die Tastatur nicht nur zu entfernen, sondern sie auch abzuklemmen, was in einem Laptop durchaus schwierig werden kann. Die neue Tastatur aber tut nun ihren Dienst. Nach ungefähr 4 Jahren mit einer Laptop Tastatur muss ich mich nur erstmal wieder an die alte Tastatur gewöhnen. Mensch, war das mal nervig.

5.3.07 17:22


NEW and Improved

Hallo liebe Leser.

 Da ich bei meinem alten BLOG Anbieter immer wieder Probleme hatte, bin ich nun zu myBlog.de gewechselt, wo schon viele meiner Bekannten einen eigenen Blog haben.

In Zukunft findet ihr also HIER und nur HIER meine neuesten Ergüsse.

 Viel Spaß damit

Euer Daggett 

5.3.07 17:28


Früher...

Wenn du nach 1978 geboren wurdest hat das hier nichts mit dir zu tun. Kinder von heute werden in Watte gepackt. Wenn du aber als Kind in den 60er- oder 70er-Jahren geboren wurdest, ist es rückblickend kaum zu glauben, dass wir solange überleben konnten!
Als Kinder saßen wir in Autos ohne Sicherheitsgurte und ohne Airbags oder ABS. Unsere Bettchen waren angemalt in strahlenden Farben voller Blei und Cadmium. Wir sind auf Bäume geklettert, die nicht vom TÜV geprüft waren und wussten, dass man Kirchbäume dabei besser meidet, weil sie so leicht brechen.

Wir sind auf Seen Schlittschuh gelaufen, ohne dass sie irgendwie amtlich freigegeben waren. Wir haben in Flüssen ohne Klärwerke gebadet, ebenso in Seen die nicht nach PH-Werten vermessen waren. Das Bad wurde bei uns nur einmal in der Woche geheizt und
wer bitteschön braucht einen teuren Föhn? Wenn es kalt wurde hat man nicht die Heizung höhergedreht oder den Ofen nachgeschürt, sondern sich einfach was Wärmeres angezogen.

Im Omnibus wusste der Schaffner (was ist das?) noch einen Preis und am Bahnhof gab es einen Schalter, an dem man seine Fahrkarte gekauft hat - die Fahrkarten konnte sich jeder leisten. Zwetschgen musste man aufsammeln, Äpfel pflücken und Nüsse selbst knacken. Die Zähne erwiesen sich dabei oftmals als hilfreich, aber auch Steine.

Das Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten selbst öffnen, genauso wie die Flasche mit dem Bleichmittel. Auch wenn Türen und Schränke eine ständige Bedrohung für unsere Fingerchen war - wir haben sie noch alle. Die meisten Leute jedenfalls.
Auf dem Fahrrad trugen wir nie einen Helm, und das Wasser tranken wir überwiegend aus Wasserhähnen, nicht aus Flaschen. Allergien hatte auch kaum einer.

Wir haben aus alten Seifen- und Obstkisten Wagen gebaut und während der ersten Fahrt den Hang hinunter gemerkt, dass wir schon wieder vergessen haben, eine Bremse einzubauen. Aber nach einigen Unfällen kamen wir auch damit klar. Wir verliessen morgens - während der Schulzeit nach dem Mittagessen - das Haus zum Spielen. Wir blieben den ganzen Tag weg und mussten erst nach Hause kommen, wenn die Strassenlaternen angingen. Für den Notfall gab es ja noch eine Kirchturmuhr, die schlug schon jede Stunde und keiner rannte mit einer Uhr umher. Die Eltern wussten nicht wirklich wo wir waren - und wir hatten nicht einmal ein Handy dabei! Wir haben uns geschnitten, die Knochen gebrochen und Zähne verloren - aber niemand wurde dafür verklagt. Es waren eben Unfälle. Niemand hatte Schuld, ausser uns selbst. Keiner fragte nach "Aufsichtspflicht". Kannst du dich noch an deine Unfälle erinnern?

Wir kämpften und schlugen einander grün und blau. Damit mussten wir leben, denn es interessierte die Erwachsenen überhaupt nicht.
Wir aßen Kekse, Brot mit dick Butter drauf, tranken sehr viel Limo und wurden trotzdem nicht zu dick. Wir tranken mit unseren Freunden aus einer Falsche und niemand verstarb an den Folgen einer Ansteckung. Die Fotos waren schwarz-weiß, aber bekamen langsam Farbe, und wenn du die Negative verloren hast waren sie für immer weg. Wir hatten keine Playstation 3, X-Box 360, Nintendo Wii oder überhaupt Videospiele. Im Fernsehen gab es das Erste, Zweite und Dritte - keine 64 Kanäle, keine Videos oder DVDs, keinen Surround Sound - Stereo war schon der Hammer. Wessen Eltern Geld hatten, der hatte einen Transistor oder einen Schrank mit einem Palttenspieler. Keiner der Kumpels hatte einen eigenen Fernseher oder gar zwei, keinen Computer, kein Internet, keine Chatrooms oder Online-Spiele....Dafür hatten wir Freunde!

Wir gingen raus und trafen sie auf der Strasse. Oder wir marschierten bei ihnen Zuhause vorbei und klingelten. Manchmal brauchte man garnicht erst zu klingeln, man ging einfach rein. Ohne Termin, ohne dass sich unsere Eltern gegenseitig abgeprochen hatten und meist sogar ohne ihr Wissen. Keiner brachte uns, keiner holte uns. Wie war das nur möglich? Wir dachten uns Spiele aus - mit Holzstöcken und Tennisbällen. Wir aßen Würmer - und alle Prophezeiungen trafen nicht ein: die Würmer lebten in unseren Mägen nicht für immer weiter und mit den Stöcken stachen wir auch nicht allzuviele Augen aus! Beim Strassenfußball durfte nur der mitmachen, der wirklich auch gut war. Wer nicht gut war....der musste lernen mit Enttäuschungen klarzukommen.

Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere. Sie rasselten durch Prüfungen und wiederholten Klassen. Das führte trotzdem nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zur Änderung der Leistungsbewertung. Pisa? Liegt in Italien und hat ´nen Turm. Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen. Das war uns klar und keiner konnte sich verstecken. Wenn einer von uns gegen das Gesetz verstossen hatte, war ihm klar, dass die Eltern ihn nicht aus dem Schlamassel heraushauen. Oder gar der Familienanwalt. Im Gegenteil: Sie waren der gleichen Meinung wie die Polizei! Sowas aber auch!

Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen Problemlösern und Erfindern mit Risikobereitschaft hervorgebracht. Wir hatten Freiheit, Erfolg und Verantwortung. Mit alldem wussten wir umzugehen. Und? Gehörst du da auch noch dazu? Herzlichen Glückwunsch und ein gutes neues Jahr.

Ach ja, eins noch: es wird noch immer die Antwort auf folgende Frage gesucht.
Wenn ein Stadion bis auf den letzten Platz ausverkauft ist, für wen zur Hölle wird der eigentlich freigehalten?
17.3.07 13:22


Filmzitate

Bleibt noch die Frage. Wie kommt Scheiße aufs Dach?
aus Die Ritter der Kokosnuss

Was ganz neues, Düff, aus Schweden. Zutzel mich aus!
aus Die Simpsons

19.3.07 09:52


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